Der Kinkaku-ji (金閣寺) Tempel, auch Goldene Pavillon genannt, ist eines der bekanntesten und meistbesuchten Wahrzeichen Japans. Er liegt im Norden der alten Kaiserstadt Kyoto und zieht jedes Jahr Millionen von Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt an. Seine glänzende, goldene Fassade spiegelt sich malerisch im Wasser des angrenzenden Teiches – ein Anblick, der Ruhe, Schönheit und Harmonie ausstrahlt.
Ursprünglich wurde der Pavillon im späten 14. Jahrhundert erbaut. Er war Teil einer prachtvollen Villa des Shoguns Ashikaga Yoshimitsu, der ihn nach seinem Tod in einen Zen-Tempel umwandeln ließ. Obwohl das Gebäude mehrfach restauriert wurde, stammt die heutige Struktur aus dem Jahr 1955. Der ursprüngliche Bau wurde 1950 durch Brandstiftung zerstört – ein tragisches Ereignis, das später sogar literarisch verarbeitet wurde, unter anderem im Roman „Der Tempelbrand“ von Yukio Mishima.
Der Pavillon besteht aus drei Stockwerken, von denen jedes einen anderen architektonischen Stil repräsentiert:
- Das erste Stockwerk ist im Palaststil gehalten.
- Das zweite zeigt den Stil der Samurai-Residenzen.
- Das dritte, vollständig mit Blattgold überzogen, ist im Stil eines Zen-Tempels gebaut.

